Published at 29. September 2007
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VAKANT // Kaden tobt sich zunächst unter Zuhilfenahme seines Percussion-Parks und verschiedener Tempi-Wechsel mit dem Track Rhythma aus, welcher über einem freundlich-monoton und warm angelegten Backing seinen rasselnden Charme versprühen darf. Ein laszives Mini-Vocal stellt die Verbindung zum jeweiligen Instrumentierungs-Add her und verleiht einen melodiösen Charakter. Der Titeltrack Myal arbeitet mit einer schiebenden Speed Garage-Bassline, die allerdings im Hintergrund waltet, perkussiver Unterstützung und einigen, dramatischen Bläser-Sätzen, welche einem Streets Of San Francisco-Soundtrack entsprungen zu sein scheinen. Obeah führt den Trip zu ethnischen Randgruppen dann in Vocal-affiner Form weiter, hier dürfen Hörner, Chöre und Chants das Gesamtbild prägen und den Rave tiefer in den Dschungel verlagern. Phat. Phunky. Phusiontechno.
Einen aktuellen Mix von Mathias Kaden findet Ihr übrigens hier, auf dem immer wieder checkenswerten Audio-Blog von Special J.
Published at 28. September 2007
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M-NUS // Gaiser ist wieder an der m-nus-Front aktiv und hat auf sein neues Release gleich 6 Tracks gepackt, bewegt sich also nah am Mini-LP-Format. Auf Doppel-12″ liefert John Gaiser, nach seinem letztjährigen Neural Block-Smasher und der Troy Pierce-Koop Nasty Girl, die wohl nicht nur meinen Arsch zum Wackeln gebracht hat, erneut ein Statement, wie nachhaltig filigran aufgebauter und druckvoller Techno-Sound wirken kann. Eye Contact fungiert als Flaggschiff der vorliegenden EP, ein mit typisch Gaiser´sch-spröden Ebenen arbeitendes Stück, das sich auf über 9 Minuten breit macht und durch die streckenweise zerfaserten Sounds immer wieder neue Energie frei setzt. Chlorine und Wet Contents stehen für trockenen Funk, Sightblotch und Out Of Sort überzeugen durch trippigen Charakter und ständig anschiebende, spooky FX. Der entspannte Track Withdrawal könnte, zusammen mit dem Opener, einer der meistgespielten dieses Releases werden, hier bringt Gaiser seine Vorliebe für dubbige Deep-House-Patterns und verhallte Instrumentierung zum Ausdruck. Schickes Package.
Published at 14. September 2007
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CADENZA // Da hat sich Labelhead Luciano was Feines ausgedacht. Im Doppel-CD-Format erscheint dieser Tage, genauer am 05. November, die Cadenza Contemporary 0.1 & Cadenza Classics-Compilation. Auf Contemporary 0.1 mixt Luciano aktuelle und teils noch erscheinende Labeltracks und Remixe auf Cadenza, vertreten sind hier Künstler wie Digitaline, A. Vivanco, Petre Inspirescu, Pikaya und natürlich Chile-Export Luciano himself. Dass der Mix hier wie aus einem Guss präsentiert wird, scheint schon aufgrund des enthaltenen, auf das Labelprofil abgestimmten Materials und des allseits geschätzten Flows eines Luciano unabdingbar. Cadenza Classics liefert, in ungemixter Form, einige der bisher erfolgreichsten Katalognummern. Neben Orange Mistake, der Kooperation des Labelowners mit Quenum, finden sich hier unter anderem auch N.S.I.´s Jazz-Fusion-Trip Max Binski und das sich über eine wabernde Bassfigur erstreckende und die Anfangstage des Imprints markierende Bomberos. Sophisticated in all its different colors und eine lohnende Anschaffung für die sich ankündigende Herbstsaison.
Published at 14. September 2007
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LAN MUZIK // Als Freund des Hauses released Philip Sherburne hier auf Exercise One´s Imprint Lan Muzik seine Debut-Maxi Lumberjacking, welche sich als ein vor Delay-FX und diversen Soundbänken strotzendes Stück dubby Techno präsentiert. Bemerkenswert an diesem Track ist wohl die Tatsache, dass er ohne jegliche Art von Hook auskommt, die Energie nährt sich aus der vielfältigen Instrumentierung und den clever gesetzten Effekten. Der Remix kommt von Exercise One selbst, die das Backing auf einen neuen Level transportieren. Zu den Original-Spuren, die in typischer Exercise One-Manier moduliert, arrangiert und gefiltert werden, gesellt sich eine dezente Acid-Line, die dem Track erneut Vorschub leistet. Die Jungs haben den Funk mit grossen Löffeln gefressen und lassen die Produzenten-Welt auch mit dieser Veröffentlichung wissen, wie er schmeckt. Twisted.
Published at 12. September 2007
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MULE ELECTRONIC // Lawrence trippt hier abseits seines eigenen Imprints Dial, nämlich auf Mule Electronic. Der Opener Rabbit Tube ist ein sphärisch-deeper Track, der wächst, sich mit Layers füllt, viel mit Reverbs und Delay-FX arbeitet und eine sehr friedfertige Atmosphäre sein Eigen nennt. Lady Grey schiebt schon etwas mehr in Richtung Dancefloor, ein stoischer Beat und eine Low Fidelity-Snare treiben die Lawrence-typischen, watteweichen Flächen voran und lassen Raum für den nächsten Level eines kreativen DJ-Sets. DJ Koze addet in seinem Remix von Rabbit Tube noch einige Detroit-esque Chords und sendet diverse Distortion-Effekte durch die Membranen, bleibt jedoch im deepen Kontext. Schicke Platte.
Published at 6. September 2007
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DESOLAT // Fuck! Der Dice macht mal wieder alles richtig… Auf dem jüngst gegründeten Imprint meines Lieblings-Locos darf sich als Opener eine Hälfte von Deep Dish, nämlich Ali Dubfire, austoben. Selbiger hat bereits vor einiger Zeit auf seinem Digital-Only-Label SCI + TEC eine EP veröffentlicht, die die Titel Rib und Cage enthielt, wobei jeder der beiden Titel eine bestimmte Komponente hervor hob. Rib ist deeper Techno in bester Craig-Manier, inklusive spröden Rausch-Attacken und einer auf Monster-Distanz modulierenden, tieffrequenten Bassline. Cage legt den Fokus auf einen Tech-Housigen Groove, mit leicht versetzt agierenden Synthie-Stabs und einem im Gegenzug sehr harmonisch ausbalancierten Groove. Auf dem hier vorliegenden Release allerdings hat der Mann aus dem Kingdom eine Fusion aus beiden Tracks geschaffen, die von den deepen Rib-Gewässern ins euphorisch tanztaumelnde von Cage übergeht. Dass der Produktionsstandard sich hier auf einem eigenen Niveau bewegt, dürfte angesichts der bisherigen Discographie von Deep Dish klar sein. Mehr als gelungener Label-Launch, Fleisskärtchen mit Rave-Sternchen und Platte des Monats!
Published at 6. September 2007
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GET PHYSICAL // Diesen Track dürftet Ihr in den vergangenen Wochen bereits mehrmals um die Rave-Öhrchen geschleudert bekommen haben. Jay Haze´s Contexterrior-Buddy und Moon Harbour-Artist Samim liefert auf Get Physical das ab, was als Spätsommer-Hit bezeichnet werden könnte, inklusive Lambada-Flair und Schirmchen im Longdrink. Offensichtlich ist die Zeit reif für Akkordeon-Samples und Chants… Grundsätzlich bedient sich Heater im Original einer soliden, trockenen Tech-House-Struktur, der Wiedererkennungsfaktor nährt sich allerdings aus dem bereits erwähnten Akkordeon-Sample, das durch diverse Filter gejagt, mit reverb versehen wird und im weiteren Verlauf einige FX-Banken durchlaufen darf. Crossover-Potenzial vom derbsten und ein weiterer Level-Up für Samim, der ja schon mit seinem hochgelobten Hay Consuelo-Remix für Pier Bucci für Aufsehen sorgte. Der Remix auf diesem Release stammt allerdings von Claude vanStroke, der das Thema noch etwas fluffiger bearbeitet und einiges an Percussion addiert. Ultraviolet beschert dem Hörer dann wieder einen Ausflug in trippigere Gefilde, das slicke Drumming und die gemorphten Vocals bilden das Grundgerüst für ein Stück Body-Music der deeperen Sorte.
Published at 2. September 2007
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DISTRICT OF CORRUPTION // Auch Peter Grummich beehrt die Crowd mit einem neuen Release, diesmal nicht auf Kompakt oder Sender, sondern erstmals auf District Of Corruption. Darüber, ob die Therapy-EP auch während des eigentlichen Workflows als Therapie für den Produzenten gedient hat, liegen allerdings keine Infos vor. Get it ist ein perkussiver Tech-Houser mit nett angelegtem Drive und diversen, Synthie-überlagerten Breakdowns, auch einen Touch klassische House-Remineszenzen hat Grummich hier elegant eingebunden. Dry Milk hingegen forciert klar seine elektronische Seite, hier knarzt und knistert es in spröder Sender-Manier. Verhallt, effektbeladen und mit einer Menge Maschinenfunk versehen, schaukelt das Ding sich über die Trackdistanz. Aufsehenerregendster Beitrag auf dieser Platte ist allerdings der EP-Namensgeber Therapy, der mit rollendem Minimal-Motor, knackigen Patterns, schwer bouncenden Drums, nervösen Flächen und einem unerwarteten, zusätzlichen Layer in Form eines Old Skool-Piano-Riffs aufwartet.
Published at 1. September 2007
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GEILOMAT // Alessandro Crimi bewundert den Sternenhimmel und lässt sich auf den Schwingen dieses erhabenen Moments auf direktem Weg ins Studio tragen. Heraus kommt dabei ein astreines Stück Deep House, das auch auf seinem Stammlabel Italic nicht fehl am Platz gewesen wäre. Der vor sphärischen Ebenen beinahe überbordendeTrack überzeugt vor allem durch seine hypnotische Komponente, repräsentiert durch den warmen, analogen Bass und tragende Flächen. Der Remix, der den Sternenhimmel auf die Tanzfläche transportiert, kommt hier von Düsseldorf-Export Daniel Schneider aka Daniel Taylor. Der talentierte DJ und Produzent aus heimischen NRW-Gefilden nimmt sich der funktionalerenen Ebenen der ursprünglichen Spuren an und ergänzt in seiner Interpretation das weiträumige und liebliche des Originals durch den ihm eigenen gewordenen, vielschichtigen Groove. Das straffere, weil kompakter angelegte Drumming und die verspielten, sich vom Beat treiben lassenden Percussions tun ihr übriges, um diesen Mix sowohl als potenziellen Opener als auch als Midtempo-Housebombe agieren zu lassen. Quality work from D-Town again!
Published at 1. September 2007
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ADJUNCT // Franco DiLorenzo aka Elephant Pixel und Gonzalo Urtizberea aka Gurtz liefern hier ihr erstes Gemeinschaftswerk auf Adjunct ab, das sowohl vor energetischem Eifer als auch vor kompaktem Drive sprüht. Der Opener Tundra ist ein straight marschierendes Techno-Monster, das mit spröden Percussions, Bleeps und Rausch-Wänden agiert, hier wird nicht viel der Interpretation überlassen, pure body music. Polaroso wirkt vielschichtiger im Aufbau, den Sounds wird mehr Raum gelassen und der Groove schwingt lässig und unaufgeregt platziert, ein entspanntes, deepes Intermezzo. Zorro De Hielo nährt sich von einem wabernden Bass und trockenem Drumming, ergänzt durch organisch anmutende Klicks und nicht näher zu ortende Sub-Sounds. Hüftgold.